Herpesvirus: Nanotechnologie gegen Krebs

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Tag: #Brustkrebs #Herpes #Krebs #Krebszellen #Lebertumor #Metastasierung #NIH #prüfen
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Hautkrebs ausgenommen, ist Brustkrebs in jedem dritten Fall die Krebsart, die bei Patientinnen des gerechteren Geschlechts diagnostiziert wird. Unser Immunsystem ist darauf ausgelegt, Krebs zu bekämpfen. T-Zellen im menschlichen Körper gehören zu einer Gruppe weißer Blutkörperchen und spielen eine zentrale Rolle bei der Immunität. Allerdings bewirken Tumorzellen im Wesentlichen, dass T-Zellen einschlafen. Der Tumor sendet Signale aus, um T-Zellen zu hemmen. Unser Herpesvirus hingegen soll Zellen wecken und das Immunsystem so modulieren, dass Tumorzellen erkannt und zerstört werden. Darüber hinaus ist das Herpesvirus in der Lage, sich selektiv in Tumorzellen zu vermehren, befällt jedoch keine gesunden Zellen. Das Herpesvirus vermehrt sich autonom in seinen eigenen Zellen. Hautwunden entstehen nur, wenn sich das Herpesvirus vermehrt und normale Zellen abtötet. Kälte kann zum Absterben von Zellen führen. Das von Forschern am Health Sciences Center in New Orleans neu entwickelte Herpesvirus zielte ausschließlich darauf ab, Tumorzellen zu reproduzieren und zu zerstören und so den Tumor abzutöten. Patienten haben keine Möglichkeit, sich mit dem Herpesvirus anzustecken. Der nächste Schritt besteht darin, nachzuweisen, dass das Virus das Immunsystem stärken kann. Neben der Zerstörung von Tumorzellen hat dieses Herpesvirus auch das Potenzial, als Impfstoff eingesetzt zu werden. Also zur Vorbeugung. Das Herpesvirus ist onkolytisch, das heißt, es tötet den Tumor ab, aber wir wollen jetzt sehen, ob es so manipuliert werden kann, dass es das Immunsystem stimuliert und Metastasen verhindert. Ein deutsches Unternehmen, MediGene, führt klinische Studien zu dieser Anwendung durch und befindet sich bereits in Phase-3-Tests für Leberkrebs. Es hat bedeutende Ergebnisse gebracht und innerhalb von 6 Monaten wird das Experiment abgeschlossen sein und die Ergebnisse dieser Forschung werden veröffentlicht. Das Virus wurde so konzipiert, dass es sich auch unter Tumorzellen besser verbreiten kann. Das Virus bewirkt, dass alle Krebszellen miteinander verschmelzen, sodass es die Zellen effizienter zerstören kann. Das Virus kann als Vektor zur Expression anderer Gene verwendet werden. Zusätzliche Gene können eingefügt werden, um die Fähigkeit des Tumors, den Tumor anzugreifen, zu verbessern. Die Geschichte lehrt uns, dass Krebs nicht allein mit Medikamenten behandelt werden kann. Wir müssen uns jedoch mit neuen und innovativen Gentherapien befassen, wenn wir vorankommen wollen. Und dies scheint mir ein interessanter Punkt zu sein, der der Gentherapie und der molekularen Pharmakologie einen bemerkenswerten Wendepunkt verleiht. Dieses nun seinem Ende entgegen tendierende Experiment führt nun zur Herstellung dieser Viren unter strenger Kontrolle der Food & Drug Administration unter dem Namen „Good Manufacturing Practices“ oder GMP. In Phase 1 werden humane Viren für die erste toxikologische Bewertung gewonnen. Phase-2-Experimente werden verwendet, um die Tests auf eine kleine Patientengruppe auszuweiten, und die Phase-3-Studie umfasst 100 bis 200 Patienten. Es wird mindestens drei Jahre dauern, bis die Phase-3-Studien am Menschen erreicht sind. Zur Finanzierung dieser Studien wurde ein staatlicher Zuschuss von den National Institutes of Health (NIH) erhalten. [über die Louisiana State University ]

Publicato: 2008-04-13Da: Bio Blog

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